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St. Marienkirche

Gotteshaus St. Marienkirche

Inmitten der Altstadt strebt St. Marien mit ihren zwei Türmen über 120 Meter in den Himmel hinauf. Doch nicht allein die Größe der bekannten Backsteingotik verleiht der Kirche ihre Bedeutung. Zwischen 1250 und 1350 vom Rat der Stadt Lübeck erbaut galt die Marienkirche vor allem als Symbol. Ziel war es, den Lübecker Dom, eine gestiftete romanische Bischofskirche, zu übertreffen und somit den Freiheitswillen und die weltliche Macht der Fernkaufleute und der Stadt Lübeck zu demonstrieren. Aus diesem Ansporn ging eine architektonische Meisterleistung hervor. So verfügt St. Marien mit einer Höhe von 38,5 Meter im Mittelschiff über das bis dato höchste Backsteingewölbe der Welt. Mit der Übernahme des Gotik-Stils aus Frankreich gilt die Kaufmannskirche zudem als Mutterkirche der norddeutschen Backsteingotik. Rund 70 Kirchen im Ostseeraum wurden nach dem Vorbild St. Marien erbaut.

Im März 1942 wurde die Marienkirche bei einem Luftangriff auf Lübeck fast vollständig zerstört und mit ihr auch viele wertvolle Kunstwerke. Vom Angriff zeugen heute noch die heruntergestürzten Glocken am Boden des südlichen Turms. Der Wiederaufbau begann 1947 und dauerte rund 12 Jahre. Heute kann man sich in der Marienkirche wieder an Fresken und Glasmalereien erfreuen. Weitere Schätze der Kirche sind die astronomische Uhr, die Haupt- sowie die Totentanzorgel, zahlreiche Altäre und Vikarien.