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Die Passat

Die Passat - Viermastbark im Lübecker Hafen

Ein Frachtsegler nimmt es mit den Dampfschiffen auf
Die denkmalgeschützte Viermast-Stahlbark "Passat" in Travemünde ist ein Beispiel deutscher Seefahrtsgeschichte. Bereits 1911 feierte das nach dem Passatwind benannte Schiff seinen Stapellauf.

Als einer der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz segelte die Passat auf ihrer Jungfernfahrt von Hamburg nach Chile. Mit ihren 18 Knoten war das schnittige Schiff eine ernste Konkurrenz für die aufkommenden Dampfschiffe.

Die Rettung der Passat
In ihrer Zeit als Frachtsegler wechselte die Passat mehrfach den Besitzer. 1951 wurde das Schiff dann an belgische Abwracker verkauft. Eine Interessengemeinschaft rettete jedoch die Passat, die fortan als Segelschulschiff genutzt wurde.

Doch nach einem schweren Sturm 1957 drohte der Viermastbark erneut das Abwracken. Diesmal war es die Stadt Lübeck, welche die Passat für 315.000 DM kaufte und ihr am Priwallufer in Travemünde einen festen Liegeplatz gab.

Ein Denkmal für die alten Zeiten des Handels
Zunächst wurde das Schiff für die Schleswig-Holsteinische Seemannsschule genutzt, bevor man 1966 ein Museum einrichtete und in späteren Jahren sogar eine Jugendherberge. Seit 1978 nun steht die Passat unter Denkmalschutz.

Heute ist die Viermastbark mit ihren 56 Meter hohen Masten ein Wahrzeichen Travemündes. Als eines der letzten deutschen Großsegelschiffe erinnert die Passat stets an die abenteuerlichen Fahrten, die einst zum Handel gehörten.